Kapitel eins

Wir waren seit zwei Monaten unterwegs. Erst lebten wir in einem Hostel in der Nähe von München doch als die Dayas uns dort fanden mussten wir weiter ziehen und entfernten uns immer weiter von meiner Heimat.

Wir versteckten uns aktuell in einem kleinen Wald an der bayerischen Grenze und überlegten wo wir nun hin reisen könnten denn lange wären wir dort auch nicht mehr sicher. 

„Ich weiß nicht ob der Brief von Lucas etwas positives oder etwas negatives bedeutet...", seufzte Arvid, „klar ist es ein gutes Zeichen, dass er persönlich nicht mehr nach und sucht aber die anderen schon und wer weiß was bei den Forschungen heraus kommt."
Ich nickte nachdenklich und vergrub mein Gesicht in seiner Brust. Wir lagen auf einer Picknickdecke auf einem hohen Felsen und blickten auf einen Bach hinunter, der sich durch lauter Steine windete. 
Langsam strich er über meine, zu einem Zopf geflochtenen Haare.

„Siehst du mich als Mensch mit übermenschlichen Kräften. Mehr als Daya als als Mensch?", fragte er dann immer noch auf den Brief bezogen. Langsam hob ich meinen Kopf und blickte ihm tief in die großen braunen Augen. Sein Gesicht war nun durch die Sonne dunkler geworden und er trug jetzt immer einen Dreitagebart, der ihm wirklich gut stand. Sollte es eine Vorstufe zur Verbindung sein, wie fasziniert, angezogen und voll mit Liebe ich für diesen Mann war, dann war ich unendlich dankbar dafür.

Jedoch merkte ich an ihm auch Unterschiede zu einem Menschen die mir erst seit dem Kampf mit Lucas auffielen.
Er war stärker und er hatte eine Ausstrahlung der keiner widerstehen könnte. Alle kamen mit ihm gut aus und mochten ihn, so wie bei Lucas damals. Wir beide verstanden uns blind und was ich dachte bekam er sofort mit wenn er mir in die Augen sah. Wir hatten einen engen Draht zueinander und ich konnte mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen...

„Du bist anders als ein normaler Mensch das definitiv. Ich denke auch wir haben keine normale Beziehung", meinte ich und lehnte mich an seine Schulter, „Wann erfahren wir wie gut unserer Verbindungswerte sind?"
Er blickte in sein Mailpostfach. 
„Die Nachricht ist schon da..."





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