Kapitel elf

Medina lag schwach in meinen Armen und vorsichtig legte ich sie auf die Trage des Dorfarztes.
„Hallo ich bin Matthias der zuständige Arzt", begrüßte er mich und ich schüttelte höflich seine Hand.
„Ihr geht es schon seit einigen Tagen schlechter. Erst hatte sie eine Erkältung und nun kam noch Fieber dazu. Sie redete ganz wirres Zeug", beschrieb ich verzweifelt Medinas Zustand.
Ruhig betrachtete Matthias Medina und drückte freundlich meine Schulter. 
„Ich schaue sie mir in Ruhe in meinem Zelt an. Alles wird gut Arvid. Komm ich zeig dir alles. Capian freut sich schon auf dich." Er lächelte freundlich und beim Gedanken an meinen besten Freund Capian musste ich ebenfalls kurz lächeln. 

Wir stiegen in einen alten Krankenwagen. Ich hinten mit Medina und Matthias fuhr ganz langsam über einen Feldweg Richtung Gemeinschaft.
Nach etwa 20 Minuten waren wir in dem Zeltdorf der Gemeinschaft angelangt.
Er parkte den Wagen direkt vor dem Sanitätszelt und wir trugen Medina gemeinsam in das Zelt. 
Capian, mein bester Freund seit der Militärakademie, war groß gewachsen und trug seine schwarzen Haare als Pferdeschwanz. Er war muskulös und hatte seine Arme voll tätowiert, was man bei seinem schweren T-Shirt gut sehen konnte. Er war homosexuell und glücklich mit Matthias zusammen, der mit seiner kleinen schmächtigen Statur und den blonden Haaren, einen tollen Kontrast darstellte. Matthias war auch eher ruhig und entspannt und Capian aufbrausend und direkt. 
Seinen Charakter merkte man auch gleich bei der Begrüßung: „Hi Mann, verfickte scheiße was ist denn bei dir passiert? Dein Leben muss echt immer krass kompliziert sein!"
„Ja seit Nele ist alles echt scheiß kompliziert", seufzte ich und beobachtete wie Matthias Medina vorsichtig untersuchte.
„War das die Kleine die du wegen den unnötigen Verbindungswerten verlassen musstest obwohl sie mega heiß war?"
„Ja Capian. Ich würde es nicht so sagen, aber ja. Sie heiratet im September."
„Krasse Sache. Und wer ist jetzt die süße? Medina oder? War in den Nachrichten. Ihr seit geflohen vor Lucas und Kamit und so... eigentlich die Auserwählte deines Bruders und blablabla."
Ich nickte bedrückt und Capian klopfte mir auf die Schulter.
„Wird alles wieder Bruder."
Ich nickte wieder bedrückt.
„Komm wir gehen zu Clarissa. Unserer Chefin", meinte Capian dann überraschend schnell. Ich wollte Medina nicht alleine lassen. Traurig blickte ich zu meiner Freundin und Matthias bemerkte meine Trauer: „Ich passe gut auf sie auf und wenn du wieder kommst wissen wir bestimmt mehr über ihre Krankheit."


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6 Jahre #Justme1