Kapitel achtundzwanzig

 

Ich war so so aufgeregt als Mutter und ich und dem Festzelt näherten. Ich hatte Medina 7 Tage nicht mehr alleine gesehen, sie nur vom Weiten beobachtet und mit ihr geschrieben. Jetzt würde ich sie heiraten!
Nervös schob ich den feinen Zeltstoff bei Seite und das erste was ich sah, war die versammelte Dorfgemeinschaft auf den hintern Plätzen und sie strahlten mich glücklich an.
Bemüht elegant Schritt ich an ihnen vorbei und klammerte mich unauffällig an den Arm meiner Mutter.
Da in der dritten Reihe da saß mein Vater! Ich hatte ihn seit mehr als einem Jahr nicht mehr gesehen, aber jetzt war er da!
Freundlich lächelte er mich an und winkte unauffällig. Samuel hieß er. Er lebte eigentlich im Iran aber reiste viel um die Welt.
Eine Reihe vor ihm saßen Medinas Eltern und ihr kleiner Bruder mit Nele und Ludwig und ganz ganz vorne, als ich schon fast Medina erreicht hatte sah ich Lucas, Kamit und Maja. Natürlich ging es wieder nicht um die emotionale Nähe sondern um ihren Daya Stand. Wie scheiße!

Ich atmete zweimal tief durch und da sah ich sie. Meine wunderschöne Braut stand direkt vor mir. Hinter ihr eine Wand mit wunderschönen Rosen. Es sah so wundervoll aus, dass selbst mir leicht die Tränen in die Augen stiegen. 
Medina trug ein leichtes Hochzeitskleid aus einem bestickten Oberteil und einen leichten Tüllrock. Es sah so natürlich und zart aus, als wäre sie eine wunderschöne Elfe. Ihre dunklen Haare waren gelockt und mit einem glitzernden Diadem verwoben. Mir blieb für einen kurzen Moment die Luft weg, als ich ihre zarte und wunderschöne Hand küsste.
Sie lächelte glückselig und hielt meine Hand ganz fest.
„Du schaust wunderschön aus meine Braut", flüsterte ich und sie kicherte leise. 
„Und du äußerst sexy mein Bräutigam", raunte sie in mein Ohr und ein Prickeln zog über meinen Hals.
Ich musste mich räuspern und blickte angestrengt zu Clarissa, die mit ihrer Rede begann:
Wir sind hier versammelt um eine besondere Verbindung zu feiern. Eine Hochzeit mit der vor einem halben Jahr niemand gerechnet hatte. Eine Hochzeit die zwei Welten miteinander verbinden und eine Familie versöhnen wird.
Medina und Arvid  haben und gezeigt was unsere Gesellschaft für Probleme hat, wie die Gesellschaft mehr auf Zahlen als auf die Liebe achtet.
Kamit erhob sich für einen kurzen Moment wütend und wurde aber schnell von Lucas wieder in den Stuhl gezogen.
Sie sind ein Vorbild für alle. Sie haben uns gezeigt was die Natur und die Liebe alles möglich machen kann. Wer hätte damit gerechnet.

Im Hintergrund begann "Es war einmal im Dezember" als Instrumental zu spielen. Es passte so gut, denn...
Sie lernten sich im Dezember bei seiner Familie kennen und die Chemie stimmte sofort zwischen den beiden.
Jetzt nach vielen Schicksalsschlägen und einer Flucht in unser Dorf ist es endlich so weit. Die beiden gegen ihre Verbindung ein. Hier, vor uns allen in der Natur.

Deshalb frage ich euch:
Arvid möchtest du Medina zu deiner Partnerin wählen? Ihr immer ehrlich sein und mit ihr glücklich werden bis in den Tod?
Ich nickte mit Tränen in den Augen und flüsterte:„Ja ich will. Danke für die wundervolle Rede."
Die Menge applaudierte und ich sah ihr tief in die Augen. Ich wollte sie unbedingt küssen, jede Sekunde die uns noch trennte kam mir wie Stunden vor.
Medina möchtest du Arvid zu deinem Partner nehmen? Ihm ehrlich sein und mit ihm glücklich sein bis in den Tod?
„Ja", freute sie sich lächelnd, „Ja, Ja, Ja!"

Alle erhoben sich von ihren Stühlen und klatschten laut Beifall. Die Erlaubnis sie zu küssen verschwamm in meinem Kopf mir dem puren Verlangen nach ihr. Ich presste meine Lippen förmlich auf ihre und sie öffnete sie sofort. Glück strömte über mich und alles verschmolz zu einem wundervollen Gefühl, dass ich noch nie jemals zuvor hatte. 
Wie in der Schule gelernt biss ich sanft während dem Kuss auf unsere Lippen und so verbanden wir uns, etwas Blut genügte schon. Medina seufzte leicht und ein strahlen ging von uns aus.
Die Gäste hielten den Atem an als ich Medina für einen Moment glücklich ansah.
Es war also so weit, wir waren für immer miteinander verbunden. Medina und Arvid. Arvid und Medina. Wir.
Sie strahlte wie die Sonne, sie leuchtete so hell. 
Und weit weg hörte ich Clarissas Stimme: „Es ist vollbracht. Sie sind vereint in der Gemeinschaft und verbunden mit dem Willen der Schöpfung. Gratulation an Medina und Arvid!"
Alle klatschten laut aber ich konnte keine Sekunde den Blick von meiner wundervollen Frau abwenden.







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6 Jahre #Justme1