Kapitel drei

Mutter stand mit verschränkten Armen vor mir und blickte mich erwartungsvoll an.
„Und was machen wir wenn Arvid vor Gericht gewinnt Lucas? Willst du noch ein Jahrhundert warten?" 
„Ich weiß es nicht", gab ich ehrlich zurück und setzte mich auf das alte Sofa im Wohnzimmer des Ferienhauses. 
Hier in diesem Raum wollte mich Medina küssen und ich hatte sie davon abgehalten. War ich dumm gewesen!
„Könntest du mit dem Verlust an deinen Bruder leben? Könntest du das ertragen?!" Meine Mutter wirkte wirklich verzweifelt. Sie wusste wenn ich Medina verlieren würde, würde ich auch nicht mehr leben wollen. 
Ich müsste zusehen wie die beiden eine Familie gründen würden, wie meine Mutter eine liebe Oma spielt und ich müsste dann ein Onkel sein. Schrecklich. Nein das könnte ich nicht! Niemals! Meine Hände ballten sich bei der Vorstellung wieder zu Fäusten und eine Welle voller Wut schwappte durch meinen Körper. 
„Nein ich könnte es nicht." Wie ein Tiger schlich ich durch unser Wohnzimmer und meine Augen wanderten von meiner Mutter, zur Wanduhr und wieder zum Boden. 
„Dann unterstütz unser Team bei der Suche. Du bist neben Arvid unser bester Soldat. Du bist der einzige der sie stoppen kann! Denk einmal nur an dich!", stachelte mich meine Mutter auf und ich war mir nicht sicher ob sie an mich oder an die Gemeinschaft dachte.
Aber es funktionierte. Ich war wieder rasend vor Wut und jetzt drauf und dran Arvid zu finden! Ich wollte Medina koste es was es wolle!

Als Mutter gegangen war bekam ich eine WhatsApp von Maja:
Hi Lucas hier ist Maja.
Hättest du morgen Lust mit mir was zu machen? Nur wenn du in Deutschland bist natürlich. Habe die Prüfung hinter mir und will feiern 😛 

Ich verabredete mich mit ihr in einem Kaffee in der Kleinstadt der Schule und stieg wenig später in meinen Audi. 






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